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Freie Bahn mit Marzipan

 

Bei Rötger Feldmann hat sich eine Menge getan. Der erfolgreichste deutsche Comiczeichner der letzten Jahre hat den Niedergang der Achterbahn AG, die einst seine mega-erfolgreichen Werner-Bände herausgab, anscheinend gut überstanden.

Der 2003 gestartete Kinofilm und der bei Ehapa (Verlag) herausgegebene Comic zum Film ließen damals schon ahnen, dass wir von Feldmanns beliebtester Comicfigur Werner noch Einiges erwarten dürfen.

Ein neues Rennen

Im Herbst 2004 kehrt der unter dem Namen Brösel arbeitende Norddeutsche nun quasi zu seinen Anfängen zurück. Viele Werner-Fans von früher haben das legendäre Rennen zwischen Werner und Holgi bis heute nicht vergessen. 
16 Jahre nach diesem auch in Comic und Film verewigten Spaß-Wettkampf wird vom 3. bis zum 5. September (2004) in der Lausitz ein neues Rennen stattfinden. Zum Fest auf dem Eurospeedway werden viele Bölkstoff- und Bleifussfreunde erwartet. Musik gibt's dazu unter anderem von Torfrock, Roger Chapman und Apocalyptica.

Im Mittelpunkt des Events steht Brösels neues, selbstkonstruiertes Monster-Motorrad: die "Dolmette" wird von 24 Kettensägen-Motoren betrieben. Ob sich das Horrorgefährt bewegt, ist dabei weniger wichtig - Lärm macht das Teil auf jeden Fall.

Das neue Werner-Buch

In seinem neuen Werner-Buch mit dem Titel "Freie Bahn mit Marzipan" legt Brösel den Grundstein zur kommenden Rennsensation. Anders als in früheren Büchern ist die vorliegende Geschichte diesmal ein durchgängiger Comic.

Feldmann hat sich auf das lange Format konzentriert und ließ sich dabei von seiner Frau und Helfern assistieren. Die Geschichte hat nun Hand und Fuß, denn sie kann sich ganz allmählich entwickeln und muss nicht nach ein paar Seiten auf kurzfristige Gags zurasen.

Vielleicht hat Feldmanns neuer Berater, der langjährige Ehapa-Chefredakteur Michael F. Walz und ein Kenner und Liebhaber francobelgischer Comickunst, an dieser Entwicklung seinen Anteil. Wie auch immer, die Entscheidung war richtig, weil sich auch ein Brösel neuen Lesegewohnheiten angleichen muss. In einer Zeit, in der die Kinder und Jugendlichen Mangas mit Hunderten von Seiten konsumieren, würden kleine Witzbildchen vielleicht gar nicht mehr wahrgenommen.

Nun hat sich Brösel also 123 Seiten Raum genommen - eine Paginierung verweigert er übrigens immer noch. Das ist Platz genug, um eine durchaus verstrickte aber immer unterhaltsame Geschichte über altbekannte Helden der norddeutschen Bölkstoffszene auszulegen.

Die Handlung

Da hat sich Chef-Macker Günzelsen einen Mega-Schlitten zugelegt, für den er beinahe keine Versicherung findet. Da rast ein Igel mit weit über 200 Sachen über den Beton. Und die feisten Herren in Grün stehen mit ihrer Digicam-Blitzanlage mal wieder saublöd herum. 
Dann ruft Werner ein Rennen mit selbstgebauten Maschinen aus und die losen Fäden der Handlung finden schließlich auf der Piste zusammen. Zum Abschluss wird dann ausgerechnet Meister Röhrich mit Tempo 1250 (!) der König der Landstraße und Werner findet fast liebevolle Worte und Gesten für seinen alten (Zucht-)Meister. Das ist ein Happyend, auf das man in Wernerland zwei Jahrzehnte lang nicht hoffen konnte.

Nicht viel geändert
Manches neu und doch alles wie gehabt: lustig, bunt und ohne nennenswerten Tiefgang. Das ist vermutlich die beste Nachricht rund um Brösel, Werner und die Gang vom platten Land. Es hat sich beim sinnfreien Retro-Spektakel Werner 2004 nicht wirklich viel geändert. In einem Land, das sich von Agenda 2010 und Hartz IV bedroht fühlt, ist das doch schon eine ganze Menge.

Mehr Infos zum Rennen und zum Comic gibt es bei www.ehapa.de und beiwww.werner-broesel.de.

Thomas Schneider
17.08.2004 - aktualisiert: 19.08.2004, 16:32 Uhr

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